Nachweis von Proteinen und Nukleinsäuren

Nachweis von Proteinen und Nukleinsäuren

Die Quantifizierung von Nukleinsäuren und Proteinen in einem Mikroplattenformat bietet im Vergleich zu anderen Methoden einen höheren Durchsatz und eine automatisierte Berechnung der Ergebnisse.

Eine exakte Bestimmung der Menge und Reinheit von Nukleinsäuren ist für viele Assays in der Molekularbiologie und Genetik wesentlich. Quantitative PCR, molekulares Klonieren, Forensik und Next Generation Sequencing sind ein paar der Methoden, die von der Menge und Qualität der eingesetzten DNA- oder RNA-Templates stark beeinflusst werden. In manchen Situationen, wie zum Beispiel beim Arbeiten mit degradierten Proben in der Forensik, ist es wichtig, auch mit einer sehr kleinen Probenmenge eine zuverlässige Messung zu erhalten. Ein ideales Instrument zur DNA/RNA-Quantifizierung sollte so empfindlich sein, dass es mit sehr kleinen Probenmengen Ergebnisse liefert und auch für Assays mit hohem Durchsatz skalierbar ist. Zwei Methoden zur Quantifizierung von Nukleinsäuren werden weitverbreitet angewendet: Spektrophotometrische Messung der optischen Dichte, die üblicherweise mit einzelnen Proben durchgeführt wird, aber auch im Mikroplattenformat möglich ist, und mit Nukleotiden reagierende Fluoreszenzfarbstoffe, die für Assays mit hohem Durchsatz in einem Mikroplattenformat am besten geeignet sind.

Technische Verfahren zum Nachweis von Proteinen und Nukleinsäuren

  • DNA-/RNA-Quantifizierung

    DNA-/RNA-Quantifizierung

    Die mit einem Spektrophotometer oder Mikroplatten-Reader bei 260 nm gemessene Absorption einer DNA-Probe kann zur Berechnung ihrer Konzentration verwendet werden. Die Quantifizierung durch Absorption funktioniert im Mikroplattenformat für Proben im Bereich von ungefähr 0,25 µg/ml bis ungefähr 125 µg/ml. Manche Instrumente ermöglichen die Quantifizierung sehr geringer Probenvolumen bis zu 2 µl. Wenn eine höhere Empfindlichkeit benötigt wird, erlauben Fluoreszenzmethoden die Quantifizierung von nur wenigen Picogramm DNA.

    Application Note lesen 

  • Mykoplasmaüberwachung

    Mykoplasmaüberwachung

    Mykoplasmen, die kleinsten und einfachsten Prokaryoten, sind häufig vorkommende Kontaminanten in Zellkulturen. Symptome einer Kontamination mit Mykoplasmen umfassen eine verminderte Proliferationsrate und Veränderungen in zellulären Antworten, darunter der Genexpression. Mykoplasmen können nicht durch die einfache Betrachtung von Zellkulturen unter dem Mikroskop nachgewiesen werden. Daher wurde eine Vielfalt von Methoden wie auf Fluoreszenz und Lumineszenz basierende Assays entwickelt, um Forschern die Überprüfung auf Kontaminationen zu ermöglichen.

    Application Note lesen 

  • Kinase/Phosphatase-Assays

    Kinase/Phosphatase-Assays

    Kinasen sind heutzutage eines der wichtigsten Ziele in der Wirkstoffforschung. Diese Enzyme sind Hauptkomponenten der zellulären Signalwege, und Störung ihrer Funktion löst eine Vielfalt von Krankheiten aus, wie z. B. metabolische Erkrankungen, bestimmte Krebsarten und Herzerkrankungen. Die funktionell verwandten Phosphatasen und Phosphodiesterasen sind ebenfalls wichtige Ziele in Screenings.

    Application Note lesen 

  • Proteinquantifizierung

    Proteinquantifizierung (Bradford, Lowry, BCA, DC)

    Die Proteinkonzentration kann über die Messung der Absorption bei 280 nm in einem UV-Spektrophotometer direkt oder mittels kolorimetrischer Methoden wie BCA oder Bradford Assays indirekt gemessen werden. Die Quantifizierung per Absorption ist einfach durchzuführen, da keine weiteren Reagenzien benötigt werden. Kolorimetrische Methoden bieten jedoch eine höhere Empfindlichkeit und werden oft bevorzugt, wenn es sich um wertvolle Proben handelt. Beide Messungen können in einem UV/VIS-Spektrophotometer oder in einem Absorptions-Mikroplattenreader durchgeführt werden.

    Application Note lesen 

  • Enzymaktivität

    Enzymaktivität

    Die Aktivierung des Enzyms kann in Echtzeit durch die Verwendung eines chromogenen Substrats gemessen werden, das nach seiner Zugabe zum Enzym eine Farbveränderung bewirkt, die auf einem Absorption-Mikroplatten-Reader nachweisbar ist. Bei der Nutzung eines Instruments mit geräteeigener Liquid Handling-Fähigkeit kann das Substrat automatisch zugegeben werden, während die Reaktion überwacht wird, und so den Nachweis des frühesten Abschnitts der Reaktion und eine genauere Einschätzung der Bindungsaffinität ermöglicht.

    Application Note lesen 

  • Western Blot-Detektion

    Western Blot-Detektion

    Der Western Blot gehört zu den für den Nachweis und die Quantifizierung von spezifischen Proteinen am häufigsten angewendeten Methoden. Bei dieser Methode wird die Proteinprobe, z. B. aus einem Zelllysat, zuerst nach Größe auf einem SDS-PAGE-Gel aufgetrennt. Die Proteine werden dann auf eine Nitrozellulose oder PVDF-Membran übertragen, die mit einem für das Protein von Interesse spezifischen Antikörper inkubiert wird. Zum Nachweis des Proteins auf einer Western Blot-Membran werden verschiedene Techniken angewendet, darunter Fluoreszenz und Chemilumineszenz.

    Application Note lesen 

  • Nachweis fluoreszenter Proteine

    Nachweis fluoreszenter Proteine

    Fluoreszente Proteine sind als Werkzeuge zur Überwachung biologischer Ereignisse in vivo sehr beliebt geworden. Zusätzlich zum grün fluoreszenten Protein (GFP, Green Fluorescent Protein) aus der Qualle Aequorea victoria sind nun zahlreiche andere verfügbar, aus anderen Arten von Quallen oder Riffkorallen. Diese Proteine können in einer vielfältigen Bandbreite von Zellen und Organismen exprimiert werden. Dort werden sie angewendet, um viele zelluläre Prozesse, darunter die Proteinsynthese und -translokation, die Genaktivierung und die Entwicklung einer Zelllinie, zu verfolgen.

    Application Note lesen 

  • SNP-Genotypisierung

    SNP-Genotypisierung

    Genotypisierung ist ein Prozess, bei dem durch die Untersuchung ihrer DNA-Sequenzen genetische Unterschiede zwischen einzelnen Individuen analysiert werden. Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNP, Single Nucleotide Polymorphisms) sind die am meisten verbreiteten Arten genetischer Variationen. Sie bestehen aus einer Mutation in einem einzigen Nukleotid in einem spezifischen Locus. Die SNP-Genotypisierung hat sich bei der Identifikation Krankheits-relevanter Mutationen in verschiedenen Spezies als sehr hilfreich erwiesen. Daher wurden viele Techniken für den Nachweis von SNPs entwickelt.

    Application Note lesen 

  • ELISA

    ELISA

    Enzyme-linked Immunosorbent Assays (ELISAs) werden dazu verwendet, die Menge eines bestimmten Proteins zu messen, üblicherweise im Mikroplattenformat. Die Ergebnisse werden meistens über Absorption im sichtbaren Wellenlängenbereich ermittelt. Chemilumineszenz- und Fluoreszenz-ELISA-Formate bieten eine erhöhte Empfindlichkeit für die genaue Quantifizierung von weniger reichlich vorhandenen Analyten.

    Application Note lesen 

Ressourcen für den Nachweis von Proteinen und Nukleinsäuren

Zugehörige Produkte und Service für den Nachweis von Proteinen und Nukleinsäuren

Bereit für die ersten Schritte?

Wir sind bereit, Ihnen bei der Lösung schwieriger Herausforderungen in Ihrer Forschung zu helfen. Unsere bewährten Lösungen und hochqualifizierten Teams auf der ganzen Welt helfen Ihnen, Ihre nächste große Entdeckung voranzutreiben.