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Antikörper-Discovery

Antikörper-Discovery bezieht sich in der Regel auf das Screening nach und die Identifizierung von spezifischen Antikörpern, die an ein spezifisches Epitop binden, im Rahmen der Diagnose und Behandlung von Krankheiten. Diese Antikörper sind in der Regel monoklonal (d. h. sie stammen von einer einzigen Elternzelle ab) und binden daher ausschließlich an ein einziges Epitop.

Es gibt verschiedene Verfahrensweisen zur Herstellung solcher therapeutischer monoklonaler Antikörper (mAB). Am häufigsten werden u. a. folgende Verfahren eingesetzt:

  • Herstellung mittels Hybridom-Technik. Bei diesem Verfahren werden unsterblich gemachte Myelomzellen mit Splenozyten von Tieren verschmolzen, die zuvor dem jeweiligen Antigen ausgesetzt worden sind. Die so entstehende Zelle wird als Hybridom bezeichnet. Der Vorteil eines Hybridoms ist, dass dieses nun in der Lage ist, mAB herzustellen und sich dabei unbegrenzt zu teilen, während die Lebensdauer von Splenozyten begrenzt ist. Anschließend untersuchen Forscher Tausende von Hybridomen nach Antigen-Spezifität und Immunglobulinklasse optimalen Hybridomen ab. Diese Kandidaten werden dann analysiert, charakterisiert und für die weiteren Prozesse skaliert.
     
  • Herstellung mittels Phagen-Display. Bei dieser Methode werden die verschiedenen schweren und leichten Gene eines Antikörpers in ein Bakteriophagen-Hüllenprotein eingeführt, wodurch Phagen entstehen, die den Antikörper an der Oberfläche tragen. Mithilfe dieser Strategie kann eine Antikörper-Bibliothek mit Millionen verschiedener Antikörper hergestellt werden. Diese antikörpertragenden Phagen werden dann mit dem zu untersuchenden Antigen verglichen, und diejenigen Antikörper, die hochspezifisch sind, werden identifiziert, isoliert und für nachfolgende Prozesse charakterisiert. 

Weiter unten finden Sie zusätzliche Ressourcen zur Antikörper-Discovery.